Laufsport Enorme Konstanz

Auf die Plätze, fertig . . . Am Samstag startet der erste Lauf der diesjährigen Winterlaufserie. (Foto: Hayrettin Özcan)
Veranstalter ASV Duisburg legt enorme Konstanz an den Tag: Auch bei der 27. Auflage der Veranstaltung gibt es praktisch keine Änderungen. Vorjahressieger Karsten Kruck darf wieder an den Start gehen.
Felix Brüll muss lange überlegen. Aber so sehr der Vorsitzende des ASV Duisburg auch nachdenkt: Neuigkeiten fallen ihm nicht ein, wenn es um die Winterlaufserie geht, die am Samstag mit der ersten Etappe in Wedau startet. Schließlich ist es schon die 27. Ausgabe. „Unsere Konstanz ist einfach enorm“, schmunzelt Brüll. „Alles bleibt gleich. Das Wetter, die Strecken, die Teilnehmerzahl und selbst die Favoriten sind dieselben.“
So wird der ASV auch am Samstag voraussichtlich wieder von widrigen Wettereinflüssen verschont bleiben, wenn es für 5000 Läufer über 10 000 Meter (14.45 und 16 Uhr) in der großen Serie und 5000 Meter in der kleinen Serie (14 Uhr) rund um die Regattabahn geht. Und wie im Vorjahr werden sich in der großen Serie Vorjahressiegerin Angela Müller (Neuss) und Silke Niehues (Essen) um den Gesamtsieg streiten, der mit dem dritten Lauf am 24. März entschieden wird. Auch bei den Männern wird es zum „ewigen Duell“ zwischen Titelverteidiger Karsten Kruck und dem Wattenscheider Manuel Meyer kommen, der die Serie jeweils in den drei Jahren zuvor gewann.
Eine Ausnahme für den Titelverteidiger
Eine Neuerung wirft dieses Duell aber dann doch auf. Denn eigentlich ist es Tradition, dass alle ASV-Mitglieder als Helfer eingesetzt sind und nicht an der eigenen Serie teilnehmen. Für Kruck, der jüngst vom LC Duisburg zum ASV gewechselt ist, gibt es jedoch eine Ausnahme: „Bedingung beim Vereinswechsel war, dass ich weiterhin für das Bunert-Runningteam bei der Serie starten darf“, erklärt Kruck. Vom Los des Helfers ist der 33-Jährige aber nicht befreit. „Nach dem Lauf kann er das Trikot aus- und den Blaumann anziehen“, grinst Felix Brüll. Dann steht der Abräumdienst an, den der Titelverteidiger gemeinsam mit dem amtierenden Sieger der kleinen Serie, Karol Grunenberg, verrichten darf, der seinem Trainer Kruck vom LCD zum ASV gefolgt ist. „Alles muss weg“, berichtet Brüll, „ Schilder, Gitter, Torbogen. Das kann schon bis 21 Uhr dauern. Aber da Karsten ja schnell läuft, kann er sich vorher noch etwas ausruhen.“
Schnell ist er. Dass es erneut zum Seriensieg reichen wird, bezweifelt Kruck, der nach einem Ellbogenbruch drei Monate pausierte, allerdings: „Manuel Meyer ist wieder dabei. Und gegen ihn habe ich auch keine Chance, wenn ich fit bin. Ich versuche das beste rauszuholen.“ Das heißt? „Mal wieder Zweiter zu werden“, lacht Kruck.
Sven Kowalski
via derwesten.de